Gerade verheiratet und sehr stolz fuhren sie mich im Kinderwagen ins "Rote Ross", wo ein Festmal auf uns und alle unsere lieben Gäste wartete. Dass mich meine Eltern noch lieb hatten, merkte ich daran , dass beide mir gemeinsam trotz des Trubels erst einmal meine Windeln wechselten. Mehr wollte ich ja vorerst gar nicht und ich war dankbar und zufrieden. Nun schaute ich mir erst einmal ganz genau und neugierig unsere Gäste an. Sie sahen alle ganz freundlich und fröhlich aus.

Dann trat meine Oma auf die Treppe und hielt dort unter einer Palme eine Festrede zur Hochzeit meiner Eltern. Sie sprach darüber, wie sich beide kennen- und liebengelernt hatten. Aber als Oma behauptete, dass damals nicht allen Leuten die Haarfrisur von meinem lieben Papa gefallen hatte, protestierte ich laut. Das war ja zum Heulen. Mama beruhigte mich und tatsächlich konnte ich mich überzeugen, dass Papa in der weiteren Rede doch noch sehr gut abschnitt, Oma sprach auch von meiner Mama ganz lieb. Aber so richtig zufrieden war ich erst, als mit der Rede Schluss war. Man weiß ja nie ..

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Papa fragte mich darauf, ob ich jetzt auf der Terrasse schlafen wollte. Er versprach mir, das Mama und er ganz in meiner Nähe sitzen würden. Das festliche Mittagessen sollte beginnen und da wollte ich wirklich nicht stören. Was macht man nicht alles für seine frisch verheirateten , lieben Eltern. Das sollte mein kleiner Beitrag sein, den ich zum Gelingen der Hochzeitsfeier beisteuern konnte. Und das habe ich sehr gerne getan.
Schließlich sind meine Mama und mein Papa auch zu mir immer sehr lieb.


 

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